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	<title>Kommentare zu: Wir machen es (uns zu) einfach</title>
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		<title>Von: jan schreiber</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-533</link>
		<dc:creator>jan schreiber</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 06:38:59 +0000</pubDate>
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		<description>Klasse Domain - H</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klasse Domain &#8211; H</p>
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		<title>Von: Mikis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-66</link>
		<dc:creator>Mikis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 15:03:45 +0000</pubDate>
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		<description>Einen kleinen Gedanken möchte ich noch beisteuern (habe ich eigentlich schon gesagt, wie begeistert ich von den Gedanken in den Kommentaren bin? Nein? Also jetzt: Ich bin begeistert!): Ich bin auch der Ansicht, dass das Ende der Krise nicht abzusehen ist, wenn wir die Krise definieren als eine Krise der Anzeigenerlöse. Journalismus wird ja fast immer irgendwie quer finanziert: Mal bezahlt der Emir von Katar einen Fernsehsender und dann wieder eine Anzeige für einen Fernseher einen Reporter, der aus einem Bürgerkriegsgebiet berichtet – oder ein angeschlossener Affiliate-Shop ermöglicht einen Bericht über eine Landtagswahl im Saarland. Ich glaube, Journalismus ist kein grades Geschäft, war es nie und wird es vielleicht nie sein. Mir ist das recht, so lange ein Grundsatz gewahrt bleibt: Das Geschäft eines Verlegers ist es, das zu machen, was nötig ist, damit Journalismus möglich ist. Es ist nicht das Geschäft des Journalisten, Verlage möglich zu machen. Aber ich glaube, dass diese Krise eine Sache deutlich gemacht hat: Wir haben viel zu lange viel zu viel so genannten Journalismus gemacht, der kein anderes Ziel hatte, als Anzeigenkunden zu befriedigen. Das rächt sich nun: Die Anzeigenkunden bleiben weg – und wir haben keine Leser mehr, weil sie den Quatsch, den wir für die Anzeigenkunden verzapft und als Journalismus verkauft haben, nicht brauchen, wollen oder ernst nehmen können. Mehr als jede Krise macht uns zu schaffen, dass wir unser Gewerbe erniedrigt haben. Verleger oder Verlagsmanager sein bedeutet aus meiner Sicht eben auch, neben dem kaufmännischen Geschick eine publizistische Verantwortung wahrzunehmen. Ich glaube, die Krise basiert zu einem guten Teil darauf, dass kaum ein Verlag diese Verantwortung auch nur annähernd so ernst genommen hat wie die Zahlen unter dem Strich. Aber das muss nicht so bleiben. Wir haben es in der Hand, das zu ändern – und die Leser werden es sowohl merken als auch belohnen, wenn wir es ernst meinen. Das wird dauern und kostet Geld, aber daran sind wir selbst schuld. Insofern: Die Anzeigenkrise wird nicht enden. Die schicken Doppelseiten kommen nicht in dem Maße zurück, wie sie jetzt verschwunden sind. Und das Verlagsgeschäft wird weiterhin nicht grade sein. Aber wenn ein Verleger den brennenden Wunsch hat, publizistische Visionen umzusetzen, wird er einen Weg finden (übrigens lebt der Bauerverlag gut praktisch ohne Anzeigen). Wir sind dann allerdings in der Pflicht, das beste draus zu machen und unsere Pressefreiheit zu nutzen. Besser als bisher.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen kleinen Gedanken möchte ich noch beisteuern (habe ich eigentlich schon gesagt, wie begeistert ich von den Gedanken in den Kommentaren bin? Nein? Also jetzt: Ich bin begeistert!): Ich bin auch der Ansicht, dass das Ende der Krise nicht abzusehen ist, wenn wir die Krise definieren als eine Krise der Anzeigenerlöse. Journalismus wird ja fast immer irgendwie quer finanziert: Mal bezahlt der Emir von Katar einen Fernsehsender und dann wieder eine Anzeige für einen Fernseher einen Reporter, der aus einem Bürgerkriegsgebiet berichtet – oder ein angeschlossener Affiliate-Shop ermöglicht einen Bericht über eine Landtagswahl im Saarland. Ich glaube, Journalismus ist kein grades Geschäft, war es nie und wird es vielleicht nie sein. Mir ist das recht, so lange ein Grundsatz gewahrt bleibt: Das Geschäft eines Verlegers ist es, das zu machen, was nötig ist, damit Journalismus möglich ist. Es ist nicht das Geschäft des Journalisten, Verlage möglich zu machen. Aber ich glaube, dass diese Krise eine Sache deutlich gemacht hat: Wir haben viel zu lange viel zu viel so genannten Journalismus gemacht, der kein anderes Ziel hatte, als Anzeigenkunden zu befriedigen. Das rächt sich nun: Die Anzeigenkunden bleiben weg – und wir haben keine Leser mehr, weil sie den Quatsch, den wir für die Anzeigenkunden verzapft und als Journalismus verkauft haben, nicht brauchen, wollen oder ernst nehmen können. Mehr als jede Krise macht uns zu schaffen, dass wir unser Gewerbe erniedrigt haben. Verleger oder Verlagsmanager sein bedeutet aus meiner Sicht eben auch, neben dem kaufmännischen Geschick eine publizistische Verantwortung wahrzunehmen. Ich glaube, die Krise basiert zu einem guten Teil darauf, dass kaum ein Verlag diese Verantwortung auch nur annähernd so ernst genommen hat wie die Zahlen unter dem Strich. Aber das muss nicht so bleiben. Wir haben es in der Hand, das zu ändern – und die Leser werden es sowohl merken als auch belohnen, wenn wir es ernst meinen. Das wird dauern und kostet Geld, aber daran sind wir selbst schuld. Insofern: Die Anzeigenkrise wird nicht enden. Die schicken Doppelseiten kommen nicht in dem Maße zurück, wie sie jetzt verschwunden sind. Und das Verlagsgeschäft wird weiterhin nicht grade sein. Aber wenn ein Verleger den brennenden Wunsch hat, publizistische Visionen umzusetzen, wird er einen Weg finden (übrigens lebt der Bauerverlag gut praktisch ohne Anzeigen). Wir sind dann allerdings in der Pflicht, das beste draus zu machen und unsere Pressefreiheit zu nutzen. Besser als bisher.</p>
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		<title>Von: ThorstenH</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-65</link>
		<dc:creator>ThorstenH</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 11:23:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde nicht sagen dass Micropayments grundsätzlich nicht funktionieren, es gibt nur verschiedene Bedingungen die erfüllt sein müssen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
1. Die Qualität muss stimmen. Sie muss dem Leser einen wahren Mehrwert bieten, den er auch nicht ohne weiteres woanders bekommt. Sei es durch den unverwechselbaren Schreibstil, das Thema oder auch eine besondere Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Dies kann auch bedeuten, dass es mehr Artikel für kleinere Zielgruppen geben muss, die dafür ein größeres Interesse und somit auch mehr Zahlungsbereitschaft bieten. Allgemeine Agenturmeldungen werden niemals durch Micropayments bezahlt werden, da diese woanders zu bekommen sind und ausserdem kaum genug Interesse hervorrufen um die Leute zum Zahlen zu bewegen.
2. Die Qualität muss ausreichend „angeteasert“ werden. Nicht der ganze Artikel darf hinter der Bezahlmauer verschwinden. Das bedeutet allerdings, dass man sich über den Teaser deutlich mehr Gedanken machen muss als es manche Redaktionen bisher tun.
3.Die Bezahlung muss dem Leser möglichst einfach gemacht werden. Es darf nicht mehr als eine Anmeldung und dann maximal 2 Klicks erfordern um einen Artikel zu kaufen. Hier sind auch die Verlage gefordert, ein gemeinsames Zahlsystem zu entwickeln, sodass der Leser für alle Onlinezeitungen etc sich nur einmal anmelden muss.
4.. Das „Micro“ in Micropayments muss sehr viel ernster genommen werden. Wie viel genau ein Artikel kosten darf hängt wohl stark von Artikel und Zielgruppe ab, aber viel mehr als 1 oder 2 Cent sollten selbst für große Artikel nicht erreichbar sein.

Ich persönlich glaube, dass gerade Reportagen (deren Niedergang ja in einem anderen Blogbeitrag lesenswert beklagt wurde) und andere Ausnahmeartikel durchaus das Potenzial bieten, Geld durch Micropayments zu verdienen. Dies setzt aber eine gewisse Qualität des Beitrags und technische Vorbereitung durch die Verlage voraus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde nicht sagen dass Micropayments grundsätzlich nicht funktionieren, es gibt nur verschiedene Bedingungen die erfüllt sein müssen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):<br />
1. Die Qualität muss stimmen. Sie muss dem Leser einen wahren Mehrwert bieten, den er auch nicht ohne weiteres woanders bekommt. Sei es durch den unverwechselbaren Schreibstil, das Thema oder auch eine besondere Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Dies kann auch bedeuten, dass es mehr Artikel für kleinere Zielgruppen geben muss, die dafür ein größeres Interesse und somit auch mehr Zahlungsbereitschaft bieten. Allgemeine Agenturmeldungen werden niemals durch Micropayments bezahlt werden, da diese woanders zu bekommen sind und ausserdem kaum genug Interesse hervorrufen um die Leute zum Zahlen zu bewegen.<br />
2. Die Qualität muss ausreichend „angeteasert“ werden. Nicht der ganze Artikel darf hinter der Bezahlmauer verschwinden. Das bedeutet allerdings, dass man sich über den Teaser deutlich mehr Gedanken machen muss als es manche Redaktionen bisher tun.<br />
3.Die Bezahlung muss dem Leser möglichst einfach gemacht werden. Es darf nicht mehr als eine Anmeldung und dann maximal 2 Klicks erfordern um einen Artikel zu kaufen. Hier sind auch die Verlage gefordert, ein gemeinsames Zahlsystem zu entwickeln, sodass der Leser für alle Onlinezeitungen etc sich nur einmal anmelden muss.<br />
4.. Das „Micro“ in Micropayments muss sehr viel ernster genommen werden. Wie viel genau ein Artikel kosten darf hängt wohl stark von Artikel und Zielgruppe ab, aber viel mehr als 1 oder 2 Cent sollten selbst für große Artikel nicht erreichbar sein.</p>
<p>Ich persönlich glaube, dass gerade Reportagen (deren Niedergang ja in einem anderen Blogbeitrag lesenswert beklagt wurde) und andere Ausnahmeartikel durchaus das Potenzial bieten, Geld durch Micropayments zu verdienen. Dies setzt aber eine gewisse Qualität des Beitrags und technische Vorbereitung durch die Verlage voraus.</p>
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	<item>
		<title>Von: Syn</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-64</link>
		<dc:creator>Syn</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 16:13:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ein großes Problem wird bei aller Diskussion um die Printkrise vergessen. Sie ist keine Krise, bei der ein Ende absehbar ist, sondern sie wird kein Ende finden. Es gibt mehrere große Probleme, die man nicht schönreden kann.

Zum Einen lassen sich Online-Flächen schlecht vermarkten. Werbung auf Internetseiten wird, wenn sie nicht störend penetrant ist, schlechter wahrgenommen als Print-Werbung. Die TKPs von 10-30 Euro, die viele große Portale verlangen, sind meiner Meinung nach nicht zeitgemäß. Wenn ich weniger internetaffine Surfer, die sich nicht wie ich für Online Marketing interessieren und jeden Werbebanner aus Interesse inspizieren, frage, was auf den letzten Seiten für Werbung zu sehen war - sie wissen es nicht. Natürlich kann es sein, dass sie die Werbung unterbewusst wahrnimmt. Aber bewusste Wahrnehmung ist für die Werbekunden deutlich besser. Und letztlich kann man ohne die Werbekunden guten Journalismus niemals finanzieren.

&quot;Micro-Payment&quot; für gute Inhalte im Netz ist zum Scheitern verurteilt. Wer auf solch eine Zahlungsaufforderung stößt, klickt sich weiter zu Google und findet die gewünschten Infos im Nu kostenlos. Vielleicht nicht in genauso guter Qualität, aber meistens zufriedenstellend. Nur sehr wenige Publikationen können damit Erfolg haben. Zum Beispiel die Stiftung Warentest. Hier bezahlt man Geld, weil man einen unabhängigen und neutralen Testbericht sucht - der für die persönliche Kaufentscheidung mehr Wert ist, als er kostet und anderswo in der gleichen Qualität womöglich schwer zu finden wäre. Aber wenn ich mich über die Neuigkeiten aus Wirtschaft und Politik informieren will, habe ich viele andere Möglichkeiten.

Das dritte und letzte Problem ist das schwindende Interesse an Politik, um die es bei gutem Journalismus ja häufig geht. Ich bin selbst 19 Jahre alt, aber ich habe viele Mitschüler, die überhaupt nichts von der Welt mitkriegen. Wenn zuhause keine Tageszeitung abonniert ist und man so automatisch täglich damit &quot;konfrontiert&quot; wird, sind viele sogar zu faul oder zu desinteressiert, mal auf spiegel.de ein paar Nachrichten zu lesen. Und das sind teils auch richtig gute Schüler mit Einser-Abitur. Dass selbst die einfach kein Interesse haben, finde ich schon bedrohlich. Denn da kann der Journalismus noch so gut sein, sie werden nichts davon mitbekommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein großes Problem wird bei aller Diskussion um die Printkrise vergessen. Sie ist keine Krise, bei der ein Ende absehbar ist, sondern sie wird kein Ende finden. Es gibt mehrere große Probleme, die man nicht schönreden kann.</p>
<p>Zum Einen lassen sich Online-Flächen schlecht vermarkten. Werbung auf Internetseiten wird, wenn sie nicht störend penetrant ist, schlechter wahrgenommen als Print-Werbung. Die TKPs von 10-30 Euro, die viele große Portale verlangen, sind meiner Meinung nach nicht zeitgemäß. Wenn ich weniger internetaffine Surfer, die sich nicht wie ich für Online Marketing interessieren und jeden Werbebanner aus Interesse inspizieren, frage, was auf den letzten Seiten für Werbung zu sehen war &#8211; sie wissen es nicht. Natürlich kann es sein, dass sie die Werbung unterbewusst wahrnimmt. Aber bewusste Wahrnehmung ist für die Werbekunden deutlich besser. Und letztlich kann man ohne die Werbekunden guten Journalismus niemals finanzieren.</p>
<p>&#8220;Micro-Payment&#8221; für gute Inhalte im Netz ist zum Scheitern verurteilt. Wer auf solch eine Zahlungsaufforderung stößt, klickt sich weiter zu Google und findet die gewünschten Infos im Nu kostenlos. Vielleicht nicht in genauso guter Qualität, aber meistens zufriedenstellend. Nur sehr wenige Publikationen können damit Erfolg haben. Zum Beispiel die Stiftung Warentest. Hier bezahlt man Geld, weil man einen unabhängigen und neutralen Testbericht sucht &#8211; der für die persönliche Kaufentscheidung mehr Wert ist, als er kostet und anderswo in der gleichen Qualität womöglich schwer zu finden wäre. Aber wenn ich mich über die Neuigkeiten aus Wirtschaft und Politik informieren will, habe ich viele andere Möglichkeiten.</p>
<p>Das dritte und letzte Problem ist das schwindende Interesse an Politik, um die es bei gutem Journalismus ja häufig geht. Ich bin selbst 19 Jahre alt, aber ich habe viele Mitschüler, die überhaupt nichts von der Welt mitkriegen. Wenn zuhause keine Tageszeitung abonniert ist und man so automatisch täglich damit &#8220;konfrontiert&#8221; wird, sind viele sogar zu faul oder zu desinteressiert, mal auf spiegel.de ein paar Nachrichten zu lesen. Und das sind teils auch richtig gute Schüler mit Einser-Abitur. Dass selbst die einfach kein Interesse haben, finde ich schon bedrohlich. Denn da kann der Journalismus noch so gut sein, sie werden nichts davon mitbekommen.</p>
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	<item>
		<title>Von: alexhuber</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-63</link>
		<dc:creator>alexhuber</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 21:28:46 +0000</pubDate>
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		<description>Zunächst mal Kompliment für diesen nachdenklichen und gleichzeitig ermutigenden Text. Die Sache mit den Slideshows ist eine sehr inspirierende Idee. Seit geraumer Zeit schon überlege ich mir (und da bin ich sicher nicht der einzige), was wohl eine angemessene Darstellungsform für den Online-Journalismus sein könnte, die gleichzeitig die großartigen Möglichkeiten, die dieses Medium bietet, nutzt, und dennoch auch wertvolle(re) Inhalte transportiert. Bei den Slideshows gefällt mir der (dynamische) Einsatz von (stillen) Bildern, der deutlich mehr zu transportieren in der Lage scheint als die oft sehr oberflächlich und zudem noch technisch schlecht gemachten Video-Clips.

Derzeit verfolge ich mit einigem Unmut, dass der Online-Journalismus auf breiter Front den Weg des Fernsehens geht und hinter einer zunächst schillernd scheinenden Fassade zum großen Teil doch nur Plattitüden liefert. Wenn ich mir die Online-Auftritte der meisten Zeitungen und Magazine anschaue, dann kommt mir das Internet vor wie ein Tier, dass permanent gefüttert werden muss. Womit scheint dabei zweitrangig. Dem Fluch, ständig etwas neues bringen zu müssen, ist auch das Fernsehen schon erlegen. Ein Medium mit großartigen Möglichkeiten, dass journalistisch - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - komplett versagt hat.

Als Print-Journalist (mit einer hohen Internetaffinität) ärgern mich die fortwährenden Diskussionen, in denen versucht wird, die beiden Medien gegeneinander auszuspielen. Wenn der Online-Journalismus seine eigene Sprache finden würde, würden dieses Diskussionen vielleicht weniger polemisch geführt. Als problematisch empfinde ich (nach meiner Beobachtung), dass derzeit quasi zwei journalistische Kulturen aufeinanderprallen. Da sind die &quot;Jungen&quot;, die oft auf die Print-Dinosaurier herabschauen, die die technischen Bedingungen des Netzes verstehen, denen aber oft die journalistische Erfahrung und Sorgfalt (und auch die Geduld) fehlt. Und da sind die &quot;Alten&quot; (oft sind es auch die, die in den Verlagen die Entscheidungen zu treffen haben), denen jegliches Verständnis für Technik und Kultur des Internets abgeht, die es innerlich womöglich sogar ablehnen, die aber wissen (oder meinen), dass man auf diesen Zug irgendwie aufspringen muss.

Über allem schwebt das Damoklesschwert der ungesicherten Finanzierung. Da bin ich selbst sehr gespannt, welche Antworten, da die Zukunft bringen wird. Ich kann die Verleger in ihren Sorgen ein Stück weit verstehen, muss Ihnen, Herr Pantelouris, aber auch an diesem Punkt völlig recht geben. Vielleicht sollten wir Journalisten uns erstmal Gedanken über ordentliche Inhalte machen, vielleicht klärt sich die Frage der Bezahlbarkeit  dann (irgendwann) ganz von alleine ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst mal Kompliment für diesen nachdenklichen und gleichzeitig ermutigenden Text. Die Sache mit den Slideshows ist eine sehr inspirierende Idee. Seit geraumer Zeit schon überlege ich mir (und da bin ich sicher nicht der einzige), was wohl eine angemessene Darstellungsform für den Online-Journalismus sein könnte, die gleichzeitig die großartigen Möglichkeiten, die dieses Medium bietet, nutzt, und dennoch auch wertvolle(re) Inhalte transportiert. Bei den Slideshows gefällt mir der (dynamische) Einsatz von (stillen) Bildern, der deutlich mehr zu transportieren in der Lage scheint als die oft sehr oberflächlich und zudem noch technisch schlecht gemachten Video-Clips.</p>
<p>Derzeit verfolge ich mit einigem Unmut, dass der Online-Journalismus auf breiter Front den Weg des Fernsehens geht und hinter einer zunächst schillernd scheinenden Fassade zum großen Teil doch nur Plattitüden liefert. Wenn ich mir die Online-Auftritte der meisten Zeitungen und Magazine anschaue, dann kommt mir das Internet vor wie ein Tier, dass permanent gefüttert werden muss. Womit scheint dabei zweitrangig. Dem Fluch, ständig etwas neues bringen zu müssen, ist auch das Fernsehen schon erlegen. Ein Medium mit großartigen Möglichkeiten, dass journalistisch &#8211; von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen &#8211; komplett versagt hat.</p>
<p>Als Print-Journalist (mit einer hohen Internetaffinität) ärgern mich die fortwährenden Diskussionen, in denen versucht wird, die beiden Medien gegeneinander auszuspielen. Wenn der Online-Journalismus seine eigene Sprache finden würde, würden dieses Diskussionen vielleicht weniger polemisch geführt. Als problematisch empfinde ich (nach meiner Beobachtung), dass derzeit quasi zwei journalistische Kulturen aufeinanderprallen. Da sind die &#8220;Jungen&#8221;, die oft auf die Print-Dinosaurier herabschauen, die die technischen Bedingungen des Netzes verstehen, denen aber oft die journalistische Erfahrung und Sorgfalt (und auch die Geduld) fehlt. Und da sind die &#8220;Alten&#8221; (oft sind es auch die, die in den Verlagen die Entscheidungen zu treffen haben), denen jegliches Verständnis für Technik und Kultur des Internets abgeht, die es innerlich womöglich sogar ablehnen, die aber wissen (oder meinen), dass man auf diesen Zug irgendwie aufspringen muss.</p>
<p>Über allem schwebt das Damoklesschwert der ungesicherten Finanzierung. Da bin ich selbst sehr gespannt, welche Antworten, da die Zukunft bringen wird. Ich kann die Verleger in ihren Sorgen ein Stück weit verstehen, muss Ihnen, Herr Pantelouris, aber auch an diesem Punkt völlig recht geben. Vielleicht sollten wir Journalisten uns erstmal Gedanken über ordentliche Inhalte machen, vielleicht klärt sich die Frage der Bezahlbarkeit  dann (irgendwann) ganz von alleine &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Meine Meinung</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-62</link>
		<dc:creator>Meine Meinung</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 11:16:39 +0000</pubDate>
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		<description>@fisch82:
Unglücklicherweise ist diese Arroganz gegenüber dem Internet eine (ganz üble) Mischung aus Beidem. Und wird es leider noch so lange bleiben, bis die nächste Generation endlich nachrücken kann....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@fisch82:<br />
Unglücklicherweise ist diese Arroganz gegenüber dem Internet eine (ganz üble) Mischung aus Beidem. Und wird es leider noch so lange bleiben, bis die nächste Generation endlich nachrücken kann&#8230;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mikis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-61</link>
		<dc:creator>Mikis</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 11:11:03 +0000</pubDate>
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		<description>(erster Satz begradigt. Oder? Er ist wirklich ein bisschen krumm, aber jetzt wenigstens deutsch)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(erster Satz begradigt. Oder? Er ist wirklich ein bisschen krumm, aber jetzt wenigstens deutsch)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: dot tilde dot</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-60</link>
		<dc:creator>dot tilde dot</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 08:15:51 +0000</pubDate>
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		<description>vielen dank für den anregenden artikel.

micropayment, das funktioniert und bezahlbar ist, könnte natürlich sehr weiterhelfen. ich habe auch schon von recht und schlecht erfolgreichen spendenkonzepten gehört, vom paypal-button mit erfolgsanzeige bis hin zu tim pritloves spendenaufruf für eine bahncard100, die er damit locker finanzieren konnte.

das sind natürlich keine tragfähigen konzepte für eine mehrköpfige redaktion. breite forschung darüber würde sich aber meiner meinung nach sehr lohnen. die besten konzepte sind vermutlich noch nicht erfunden.

(der erste satz im artikel ist krumm).

.~.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>vielen dank für den anregenden artikel.</p>
<p>micropayment, das funktioniert und bezahlbar ist, könnte natürlich sehr weiterhelfen. ich habe auch schon von recht und schlecht erfolgreichen spendenkonzepten gehört, vom paypal-button mit erfolgsanzeige bis hin zu tim pritloves spendenaufruf für eine bahncard100, die er damit locker finanzieren konnte.</p>
<p>das sind natürlich keine tragfähigen konzepte für eine mehrköpfige redaktion. breite forschung darüber würde sich aber meiner meinung nach sehr lohnen. die besten konzepte sind vermutlich noch nicht erfunden.</p>
<p>(der erste satz im artikel ist krumm).</p>
<p>.~.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: fisch82</title>
		<link>http://pantelouris.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>fisch82</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 19:11:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://xn--print-wrgt-geb.de/2009/08/27/wir-machen-es-uns-zu-einfach/#comment-59</guid>
		<description>Da spricht du mir aus der Seele.
Ich bin selber im Online-Marketing bei einem Verlag tätig.

An Ideen mangelt es nicht. Trägt man diese allerdings bei Leuten vor, die schon seit 30 Jahre gleich arbeiten und für die online nur eine lästige neue Erscheinung ist, bekommt man immer die gleichen Antworten.

Wann sollen wir das denn auch noch machen?
Für online ist kein Budget da.
Bevor  man damit kein Geld verdienen kann machen wir das nicht.

Gleichzeitig jammern alle wie ungerecht doch die Internet Welt ist.

Manchmal frage ich mich ob diese Arroganz gegenüber dem Internet eine Schutzhaltung oder wirklich mangelndes Wissen ist.

Frustrierte Grüße</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da spricht du mir aus der Seele.<br />
Ich bin selber im Online-Marketing bei einem Verlag tätig.</p>
<p>An Ideen mangelt es nicht. Trägt man diese allerdings bei Leuten vor, die schon seit 30 Jahre gleich arbeiten und für die online nur eine lästige neue Erscheinung ist, bekommt man immer die gleichen Antworten.</p>
<p>Wann sollen wir das denn auch noch machen?<br />
Für online ist kein Budget da.<br />
Bevor  man damit kein Geld verdienen kann machen wir das nicht.</p>
<p>Gleichzeitig jammern alle wie ungerecht doch die Internet Welt ist.</p>
<p>Manchmal frage ich mich ob diese Arroganz gegenüber dem Internet eine Schutzhaltung oder wirklich mangelndes Wissen ist.</p>
<p>Frustrierte Grüße</p>
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