<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Rentenlüge, Folge 192</title>
	<atom:link href="http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 06:23:21 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
	<item>
		<title>Von: Griechenland: die Hartzies der EU und Deutschlands Zukunft – Rente mit 75 &#124; mein name ist mensch</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-8802</link>
		<dc:creator>Griechenland: die Hartzies der EU und Deutschlands Zukunft – Rente mit 75 &#124; mein name ist mensch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 18:13:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-8802</guid>
		<description>[...] In der Welt der konzern- und parteiunabhängigen Blogs findet man dann auch die Korrektur der griechischen Rentenlüge, hier bei print-würgt: [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] In der Welt der konzern- und parteiunabhängigen Blogs findet man dann auch die Korrektur der griechischen Rentenlüge, hier bei print-würgt: [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Griechenland: die Hartzies der EU und Deutschlands Zukunft &#8211; Rente mit 75 &#124; Nachrichtenspiegel online</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-8756</link>
		<dc:creator>Griechenland: die Hartzies der EU und Deutschlands Zukunft &#8211; Rente mit 75 &#124; Nachrichtenspiegel online</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 06:44:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-8756</guid>
		<description>[...] In der Welt der konzern- und parteiunabhängigen Blogs findet man dann auch die Korrektur der griechischen Rentenlüge, hier bei print-würgt: [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] In der Welt der konzern- und parteiunabhängigen Blogs findet man dann auch die Korrektur der griechischen Rentenlüge, hier bei print-würgt: [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-5357</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 13:16:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-5357</guid>
		<description>[...]  [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2625</link>
		<dc:creator>Alexis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 23:08:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2625</guid>
		<description>Ja, der Kommentar geriet ein wenig lang, zugegeben. Was die Höhe der Fakelaki-Jahresausgaben je Familie angeht: Deutschlands Vorzeigeunternehmen Siemens hin oder her. Auch wenn&#039;s nur 500 Euro im Jahr wären - das ist schlicht zu viel. 
Ja, das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland liegt zwischen 61 und 62 Jahren. So wie in Deutschland. Die Durchsnchnittsrente in GR  liegt bei etwa 617 Euro - und das bei gleich hohen oder eher höheren Lebenshaltungskosten. 
Aber das ist jamein Punkt: Während der überwiegende Teil der Griechen als Arbeiter (der kleine Mann von der Straße) gerade mal so über die Runden kommt, existiert in Griechenland eine Riege altgedienter Staatsdiener, die - ohne Abstriche - fürs still Sitzen und still Halten bezahlt werden. Die anfallende Arbeit machen dagegen viele unterbezahlte junge Menschen, die ohne Krankenversicherung und ohne Zuschläge froh sein können, überhaupt einen dieser amoralischen Auf-Zeit-Jobs bekommen zu haben. Du weißt, diese Liste ließe sich fortsetzen. Dieser Staat ist nach 25 Jahren Reformstau ein Wrack. Ohne Wenn und Aber.

Michali, ich setze übrigens trotzdem große Hoffnungen in Papandreou. Paradox, nicht wahr? Er hat - meiner Ansicht nach - den Willen, tatsächlich Veränderungen herbeizuführen. Und er hat diese Chance verdient. 

Mythos oder Heineken - Hauptsache: Prasini. Ante jamas!

PS. Wenn dir die Leute meinen Text demnächst mal wieder unter die Nase reiben, kannst du ihnen ja sagen: Wenn Deutschland die Schwarzarbeit im Land endlich in den Griff kriegen würde, könnte man nicht nur alle Schulden GRs bezahlen. Es würden auch gut 60 Milliarden für Kitas, neue Lehrer, besser ausgestattete Unis - und (hahaha) fette Steuersenkungen übrig bleiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, der Kommentar geriet ein wenig lang, zugegeben. Was die Höhe der Fakelaki-Jahresausgaben je Familie angeht: Deutschlands Vorzeigeunternehmen Siemens hin oder her. Auch wenn&#8217;s nur 500 Euro im Jahr wären &#8211; das ist schlicht zu viel.<br />
Ja, das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland liegt zwischen 61 und 62 Jahren. So wie in Deutschland. Die Durchsnchnittsrente in GR  liegt bei etwa 617 Euro &#8211; und das bei gleich hohen oder eher höheren Lebenshaltungskosten.<br />
Aber das ist jamein Punkt: Während der überwiegende Teil der Griechen als Arbeiter (der kleine Mann von der Straße) gerade mal so über die Runden kommt, existiert in Griechenland eine Riege altgedienter Staatsdiener, die &#8211; ohne Abstriche &#8211; fürs still Sitzen und still Halten bezahlt werden. Die anfallende Arbeit machen dagegen viele unterbezahlte junge Menschen, die ohne Krankenversicherung und ohne Zuschläge froh sein können, überhaupt einen dieser amoralischen Auf-Zeit-Jobs bekommen zu haben. Du weißt, diese Liste ließe sich fortsetzen. Dieser Staat ist nach 25 Jahren Reformstau ein Wrack. Ohne Wenn und Aber.</p>
<p>Michali, ich setze übrigens trotzdem große Hoffnungen in Papandreou. Paradox, nicht wahr? Er hat &#8211; meiner Ansicht nach &#8211; den Willen, tatsächlich Veränderungen herbeizuführen. Und er hat diese Chance verdient. </p>
<p>Mythos oder Heineken &#8211; Hauptsache: Prasini. Ante jamas!</p>
<p>PS. Wenn dir die Leute meinen Text demnächst mal wieder unter die Nase reiben, kannst du ihnen ja sagen: Wenn Deutschland die Schwarzarbeit im Land endlich in den Griff kriegen würde, könnte man nicht nur alle Schulden GRs bezahlen. Es würden auch gut 60 Milliarden für Kitas, neue Lehrer, besser ausgestattete Unis &#8211; und (hahaha) fette Steuersenkungen übrig bleiben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2619</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 19:47:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2619</guid>
		<description>Gia sou Alexi,

vielen dank für die lange Ausführung. Natürlich sind wir uns in vielem einig, und ich habe nie etwas gegen Kritik an Griechenland gesagt. Aber Einige Dinge bleiben falsch: der durchschnittliche Grieche hat keine 1600 Euro im Jahr für Bestechungsgelder, da werden die Siemens-Millionen mit umgelegt, und das weißt du. Über die &quot;übliche&quot; Rente mit 50 brauchen wir nicht mehr reden. Aber am schlimmsten ist der Grundeindruck, der enstanden ist, und der die griechische Mentalität für die Krise verantwortlich macht, was in absurder Weise die Realität verzerrt. Natürlich weiß ich, dass du das weder wolltest noch zu verantworten hast, aber wenn ich erlebe, wie dein Text gerade deshalb, weil du Grieche bist, mir immer wieder als Beleg unter die nase gerieben wird, wünschte ich ehrlich gesagt einfach, du hättest ihn dir verkniffen. 

Obwohl er sehr gut geschrieben war. Das nur nebenbei. 

Wir bereden das hoffentlich bald mal bei einem Bier (Mythos?).

Michalis</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gia sou Alexi,</p>
<p>vielen dank für die lange Ausführung. Natürlich sind wir uns in vielem einig, und ich habe nie etwas gegen Kritik an Griechenland gesagt. Aber Einige Dinge bleiben falsch: der durchschnittliche Grieche hat keine 1600 Euro im Jahr für Bestechungsgelder, da werden die Siemens-Millionen mit umgelegt, und das weißt du. Über die &#8220;übliche&#8221; Rente mit 50 brauchen wir nicht mehr reden. Aber am schlimmsten ist der Grundeindruck, der enstanden ist, und der die griechische Mentalität für die Krise verantwortlich macht, was in absurder Weise die Realität verzerrt. Natürlich weiß ich, dass du das weder wolltest noch zu verantworten hast, aber wenn ich erlebe, wie dein Text gerade deshalb, weil du Grieche bist, mir immer wieder als Beleg unter die nase gerieben wird, wünschte ich ehrlich gesagt einfach, du hättest ihn dir verkniffen. </p>
<p>Obwohl er sehr gut geschrieben war. Das nur nebenbei. </p>
<p>Wir bereden das hoffentlich bald mal bei einem Bier (Mythos?).</p>
<p>Michalis</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2618</link>
		<dc:creator>Alexis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 19:18:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2618</guid>
		<description>Ja sou, Michali. Du hast recht: Mein Text &quot;Highway to Hellas&quot; wurde am 5. Februar 2010 im SZ-Magazin veröffentlicht. Damals gab es noch keine BILD-Kampagne, keinen FOCUS-Stinkefinger, keine unsäglichen Briefe aus der STERN-Redaktion. Was in den letzten Wochen und Monaten über Griechenland in der BILD und anderswo geschrieben wurde, da sind wir einer Meinung, war kein guter und kein schlechter Journalismus - es war gar kein Journalismus. Es war reine Demagogie. Oder: Die Suche nach einem Schuldigen für die ganze Misere. Wir stehen hier also auf derselben Seite.

Aber: Was es schon im Februar 2010 und auch im Februar 2009 und im Februar 2008 und im Februar 2007 und alle Februar-Monate davor seit Jahrzehnten gab und immer noch gibt, ist ein griechisches Staatswesen, das in Klientelpolitik und in Korruption versinkt. In Griechenland - und das ist eben keine Zeitungsente, dieser Wahrheit müssen wir uns als Griechen stellen, auch wenn&#039;s weh tut - wurde Politik in oligarchisch besetzten Hinterzimmern (von mir aus auch im Salon einer hübschen Yacht) betrieben. Ein sehr reich gewordener Zirkel einflussreicher Wirtschaftsmagnaten hat sich sprichwörtlich die Gunst der amtierenden Politiker erkauft, die daraufhin großzügig große Bauaufträge, lukrative Staatslizenzen, etc. vergaben (die einzelnen Beispiele brauche ich dir - glaube ich - nicht aufzuzählen). Erst vor ein paar Tagen hat die Zeitung &quot;To Vima&quot; wieder die Besitztümer eines einfachen Parlamentsabgeordneten offen gelegt: Der Mann besitzt beinahe zwei Dutzend Immobilien und mehrere hunderttausend Quadratmeter Grundstücksfläche.

Natürlich ist die in Deutschland vorherrschende Stimmungsmache unredlich. Natürlich ist es nicht witzig, wenn einfältige Kollegen „Gebt uns Korfu, dann gibt’s Kohle“ schreiben. Im Gegenteil: In Griechenland hat das Entsetzen ausgelöst. Denn es leben immer noch viele Griechen, die in Korfu, Kreta und Nordgriechenland gegen Hitler-Deutschland gekämpft und geblutet haben (Übrigens auch in meiner Familie: Meine Großväter starben beide, als sie die griechisch-albanische Grenze gegen Nazi-Truppen verteidigten.) Natürlich ist es mehr als verständlich, wenn die Griechen auf die Straße gehen und gegen die Sparpläne demonstrieren. Diese Sparpläne sind das härteste, rigoroseste und – ja! – unmoralischste Maßnahmenpaket, das eine Regierung seinen Bürgern je zugemutet hat... Natürlich ist Griechenland, das nur 2,7 Prozent des Euro-Wirtschaftsraums ausmacht, nicht allein Schuld an der Euro-Krise. Und natürlich liegt der Kern des Problems um den Euro viel tiefer versteckt, als uns führende Politiker aus Deutschland und Frankreich weiß machen wollen. (Ich wusste nicht, ob ich vor Wut lachen oder weinen soll, als Merkel im Bundestag – nach wochenlanger Hinhaltetaktik! – auf einmal davon sprach, dass mit den Griechenland-Hilfen nicht nur der Euro, nein, die ganze Idee vom vereinten Europa auf dem Spiel stehe! Eine wahre Groteske.)

Aber: Als Journalist und als Grieche bin ich der Meinung, dass in Griechenland nicht nur „ein bisschen“ schief gelaufen ist in den vergangenen drei Jahrzehnten. Nein. Ich bin überzeugt, dass verdammt viel schief gelaufen ist. Darauf baut übrigens auch mein Artikel im SZ-Magazin auf. Deshalb hat mich deine Stellungnahme auch erstaunt. Sie ist abschätzig und unausgewogen – wie die BILD-Kampagne.  Ich spreche in erster Linie nicht vom kleinen Mann auf der Straße. Im Gegenteil: Ich prangere vor allem den griechischen Staat an. Ich prangere an, dass eine durchschnittliche griechische Familie 1600 Euro im Jahr an Bestechungsgelder bezahlen muss. Ich prangere an, dass vor allem ärmere und ältere Menschen in staatlichen Krankenhäusern vom Klinikpersonal links liegen gelassen werden. Ich prangere an, dass Minister sich das Recht herausnehmen zu denken, sie stünden über dem Gesetz. Ich prangere auch an, dass viele Menschen (übrigens: ich habe weder meinen Onkel noch meinen Vater „geoutet“: Ich habe meinem Onkel den Text gezeigt und er war damit einverstanden, weil er selbst sieht, in welcher Lage das Land ist und weil er – wie viele andere auch – denkt, dass das irgendwann ein Ende haben muss.) in den Sog dieses verfilzten Apparates gezogen wurden, obwohl sie einst mit guten Vorsätzen in ihr Berufsleben eingestiegen sind. Ich prangere Zustände an, die in Griechenland alltäglich sind, aber nicht alltäglich sein dürften. 
Ich denke, das ist auch die Aufgabe eines jeden Journalisten. Ob Grieche, ob Deutscher.

Was also deine Einlassungen zu anfangs betrifft: 
1.Ich „durfte“ den Text nicht schreiben, da wurde mir keine Gnade zuteil. Ich habe den Text geschrieben, weil ich ihn schreiben wollte. 
2.Meine Familie ist nicht „durch und durch korrupt“. Hier würde ich dir sogar sehr raten, auf deine Worte zu achten, Michali!
3.Was dem „Ansehen der Griechen“ schadet..., tja, da sind wir wohl geteilter Meinung. Ich fand und finde, es ist richtig, wenn man als Journalist auf Probleme in Griechenland hinweist und nicht alles – wie in den vergangenen Jahrzehnten – unter den Teppich kehrt. Es sei also die Gegenfrage erlaubt: Was schadet dem Ansehen mehr? Vielleicht schadet es dem „Ansehen“ ja mehr, wenn man nichts tut und nur hinter seinem Schreibtisch sitzt und darauf wartet, angerufen zu werden?
4.Ich habe diesen Text – wie bereits erwähnt – sehr lange vor der besagten Anti-Griechen-Kampagne geschrieben. Du kannst mir also – und das ist wohl deine Intension – vorwerfen, dass ich dem Ganzen auch noch den Weg bereitet habe. Das meinst du wohl mit „schlimmsten Text“. Dagegen kann ich mich nicht wehren.
5.Würd ich den Text noch einmal so schreiben? Ja, absolut. (Dennoch: Ich habe eine „falsche“ Zahl im 20.000-Zeichentext. Das ist die von den 94-Prozent-Renten, da habe ich in der Tat den Zusatz vergessen, dass es sich um das Grundgehalt handelt, das in etwa die Hälfte des eigentlichen Gehalts ausmacht. Ja, das tut mir heute immer noch im Herzen weh.)
6.Es bringt nie etwas, in einer Krise mit dem Finger nur auf andere zu zeigen. Man sollte auch die Stärke haben, eigene Fehler einzugestehen bzw. erstmal zu schauen, dass das eigene Haus in Ordnung ist.

Mein Haus ist in Ordnung: Und ich werde übrigens jetzt wieder nach Griechenland fahren – und auch bald wieder einen Text im SZ-Magazin veröffentlichen. Diesmal aber unter anderen Vorzeichen. Es wird – BILD sei Dank – eine Verteidigung Griechenlands werden. Denn – wie gesagt: Vom kleinen Mann auf der Straße hatte ich noch gar nicht gesprochen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja sou, Michali. Du hast recht: Mein Text &#8220;Highway to Hellas&#8221; wurde am 5. Februar 2010 im SZ-Magazin veröffentlicht. Damals gab es noch keine BILD-Kampagne, keinen FOCUS-Stinkefinger, keine unsäglichen Briefe aus der STERN-Redaktion. Was in den letzten Wochen und Monaten über Griechenland in der BILD und anderswo geschrieben wurde, da sind wir einer Meinung, war kein guter und kein schlechter Journalismus &#8211; es war gar kein Journalismus. Es war reine Demagogie. Oder: Die Suche nach einem Schuldigen für die ganze Misere. Wir stehen hier also auf derselben Seite.</p>
<p>Aber: Was es schon im Februar 2010 und auch im Februar 2009 und im Februar 2008 und im Februar 2007 und alle Februar-Monate davor seit Jahrzehnten gab und immer noch gibt, ist ein griechisches Staatswesen, das in Klientelpolitik und in Korruption versinkt. In Griechenland &#8211; und das ist eben keine Zeitungsente, dieser Wahrheit müssen wir uns als Griechen stellen, auch wenn&#8217;s weh tut &#8211; wurde Politik in oligarchisch besetzten Hinterzimmern (von mir aus auch im Salon einer hübschen Yacht) betrieben. Ein sehr reich gewordener Zirkel einflussreicher Wirtschaftsmagnaten hat sich sprichwörtlich die Gunst der amtierenden Politiker erkauft, die daraufhin großzügig große Bauaufträge, lukrative Staatslizenzen, etc. vergaben (die einzelnen Beispiele brauche ich dir &#8211; glaube ich &#8211; nicht aufzuzählen). Erst vor ein paar Tagen hat die Zeitung &#8220;To Vima&#8221; wieder die Besitztümer eines einfachen Parlamentsabgeordneten offen gelegt: Der Mann besitzt beinahe zwei Dutzend Immobilien und mehrere hunderttausend Quadratmeter Grundstücksfläche.</p>
<p>Natürlich ist die in Deutschland vorherrschende Stimmungsmache unredlich. Natürlich ist es nicht witzig, wenn einfältige Kollegen „Gebt uns Korfu, dann gibt’s Kohle“ schreiben. Im Gegenteil: In Griechenland hat das Entsetzen ausgelöst. Denn es leben immer noch viele Griechen, die in Korfu, Kreta und Nordgriechenland gegen Hitler-Deutschland gekämpft und geblutet haben (Übrigens auch in meiner Familie: Meine Großväter starben beide, als sie die griechisch-albanische Grenze gegen Nazi-Truppen verteidigten.) Natürlich ist es mehr als verständlich, wenn die Griechen auf die Straße gehen und gegen die Sparpläne demonstrieren. Diese Sparpläne sind das härteste, rigoroseste und – ja! – unmoralischste Maßnahmenpaket, das eine Regierung seinen Bürgern je zugemutet hat&#8230; Natürlich ist Griechenland, das nur 2,7 Prozent des Euro-Wirtschaftsraums ausmacht, nicht allein Schuld an der Euro-Krise. Und natürlich liegt der Kern des Problems um den Euro viel tiefer versteckt, als uns führende Politiker aus Deutschland und Frankreich weiß machen wollen. (Ich wusste nicht, ob ich vor Wut lachen oder weinen soll, als Merkel im Bundestag – nach wochenlanger Hinhaltetaktik! – auf einmal davon sprach, dass mit den Griechenland-Hilfen nicht nur der Euro, nein, die ganze Idee vom vereinten Europa auf dem Spiel stehe! Eine wahre Groteske.)</p>
<p>Aber: Als Journalist und als Grieche bin ich der Meinung, dass in Griechenland nicht nur „ein bisschen“ schief gelaufen ist in den vergangenen drei Jahrzehnten. Nein. Ich bin überzeugt, dass verdammt viel schief gelaufen ist. Darauf baut übrigens auch mein Artikel im SZ-Magazin auf. Deshalb hat mich deine Stellungnahme auch erstaunt. Sie ist abschätzig und unausgewogen – wie die BILD-Kampagne.  Ich spreche in erster Linie nicht vom kleinen Mann auf der Straße. Im Gegenteil: Ich prangere vor allem den griechischen Staat an. Ich prangere an, dass eine durchschnittliche griechische Familie 1600 Euro im Jahr an Bestechungsgelder bezahlen muss. Ich prangere an, dass vor allem ärmere und ältere Menschen in staatlichen Krankenhäusern vom Klinikpersonal links liegen gelassen werden. Ich prangere an, dass Minister sich das Recht herausnehmen zu denken, sie stünden über dem Gesetz. Ich prangere auch an, dass viele Menschen (übrigens: ich habe weder meinen Onkel noch meinen Vater „geoutet“: Ich habe meinem Onkel den Text gezeigt und er war damit einverstanden, weil er selbst sieht, in welcher Lage das Land ist und weil er – wie viele andere auch – denkt, dass das irgendwann ein Ende haben muss.) in den Sog dieses verfilzten Apparates gezogen wurden, obwohl sie einst mit guten Vorsätzen in ihr Berufsleben eingestiegen sind. Ich prangere Zustände an, die in Griechenland alltäglich sind, aber nicht alltäglich sein dürften.<br />
Ich denke, das ist auch die Aufgabe eines jeden Journalisten. Ob Grieche, ob Deutscher.</p>
<p>Was also deine Einlassungen zu anfangs betrifft:<br />
1.Ich „durfte“ den Text nicht schreiben, da wurde mir keine Gnade zuteil. Ich habe den Text geschrieben, weil ich ihn schreiben wollte.<br />
2.Meine Familie ist nicht „durch und durch korrupt“. Hier würde ich dir sogar sehr raten, auf deine Worte zu achten, Michali!<br />
3.Was dem „Ansehen der Griechen“ schadet&#8230;, tja, da sind wir wohl geteilter Meinung. Ich fand und finde, es ist richtig, wenn man als Journalist auf Probleme in Griechenland hinweist und nicht alles – wie in den vergangenen Jahrzehnten – unter den Teppich kehrt. Es sei also die Gegenfrage erlaubt: Was schadet dem Ansehen mehr? Vielleicht schadet es dem „Ansehen“ ja mehr, wenn man nichts tut und nur hinter seinem Schreibtisch sitzt und darauf wartet, angerufen zu werden?<br />
4.Ich habe diesen Text – wie bereits erwähnt – sehr lange vor der besagten Anti-Griechen-Kampagne geschrieben. Du kannst mir also – und das ist wohl deine Intension – vorwerfen, dass ich dem Ganzen auch noch den Weg bereitet habe. Das meinst du wohl mit „schlimmsten Text“. Dagegen kann ich mich nicht wehren.<br />
5.Würd ich den Text noch einmal so schreiben? Ja, absolut. (Dennoch: Ich habe eine „falsche“ Zahl im 20.000-Zeichentext. Das ist die von den 94-Prozent-Renten, da habe ich in der Tat den Zusatz vergessen, dass es sich um das Grundgehalt handelt, das in etwa die Hälfte des eigentlichen Gehalts ausmacht. Ja, das tut mir heute immer noch im Herzen weh.)<br />
6.Es bringt nie etwas, in einer Krise mit dem Finger nur auf andere zu zeigen. Man sollte auch die Stärke haben, eigene Fehler einzugestehen bzw. erstmal zu schauen, dass das eigene Haus in Ordnung ist.</p>
<p>Mein Haus ist in Ordnung: Und ich werde übrigens jetzt wieder nach Griechenland fahren – und auch bald wieder einen Text im SZ-Magazin veröffentlichen. Diesmal aber unter anderen Vorzeichen. Es wird – BILD sei Dank – eine Verteidigung Griechenlands werden. Denn – wie gesagt: Vom kleinen Mann auf der Straße hatte ich noch gar nicht gesprochen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: belef</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2239</link>
		<dc:creator>belef</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 May 2010 06:56:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2239</guid>
		<description>Danke für die Darstellung der Sorte Journalismus, die ja nun schon gut 100 Jahre existiert (&quot;Journaille&quot;) aber scheint es in den letzten Jahren auch bei der sich selbst ausrufenden Qualitätspresse vorherrschend wird.
Aber das ist halt leider, leider keine Einbahnstrasse: Die Anforderungen an Berichterstattung sind gesunken, zumindest was sich so als Eliten fühlt. Verarschen muss sein, so wie beispielsweise in der Automobilbranche vorgehüpft: Ein Auto, gekauft, das einfach nur klaglos fährt, das ist nichts. Diese Führenden Automobilhersteller sind da viel besser! Alle paar Monate in die Werkstatt zurückrufen ist der Beweis, dass sich die um mein Auto kümmern!
belef</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Darstellung der Sorte Journalismus, die ja nun schon gut 100 Jahre existiert (&#8220;Journaille&#8221;) aber scheint es in den letzten Jahren auch bei der sich selbst ausrufenden Qualitätspresse vorherrschend wird.<br />
Aber das ist halt leider, leider keine Einbahnstrasse: Die Anforderungen an Berichterstattung sind gesunken, zumindest was sich so als Eliten fühlt. Verarschen muss sein, so wie beispielsweise in der Automobilbranche vorgehüpft: Ein Auto, gekauft, das einfach nur klaglos fährt, das ist nichts. Diese Führenden Automobilhersteller sind da viel besser! Alle paar Monate in die Werkstatt zurückrufen ist der Beweis, dass sich die um mein Auto kümmern!<br />
belef</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jokahl</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2232</link>
		<dc:creator>jokahl</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 10:37:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2232</guid>
		<description>@viele: Da hier immer wieder die Schuldenfrage angesprochen wird sowie ob und wieviel Solidarität mit Griechenland angemessen erscheint, ist es vielleicht mal ganz sinnvoll, sich vor Augen zu halten, wer hier von wem profitiert. Der große Zusammenhang kommt wie immer viel zu kurz.
http://www.freitag.de/wochenthema/1018-eine-pleite-k-nnte-helfen
Irgendwie erinnert mich die ganze Diskussion nämlich an die 90er – da haben alle über die Millarden für den Osten gejammert, obwohl die faktisch ein riesiges Konjunkturprogramm für die westdeutsche Wirtschaft waren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@viele: Da hier immer wieder die Schuldenfrage angesprochen wird sowie ob und wieviel Solidarität mit Griechenland angemessen erscheint, ist es vielleicht mal ganz sinnvoll, sich vor Augen zu halten, wer hier von wem profitiert. Der große Zusammenhang kommt wie immer viel zu kurz.<br />
<a href="http://www.freitag.de/wochenthema/1018-eine-pleite-k-nnte-helfen" rel="nofollow">http://www.freitag.de/wochenthema/1018-eine-pleite-k-nnte-helfen</a><br />
Irgendwie erinnert mich die ganze Diskussion nämlich an die 90er – da haben alle über die Millarden für den Osten gejammert, obwohl die faktisch ein riesiges Konjunkturprogramm für die westdeutsche Wirtschaft waren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2227</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 05:54:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2227</guid>
		<description>@Martin Schmid: Vielen Dank für die Gedanken! Sie haben mir einiges deutlich gemacht, das mir überhaupt nicht bewusst war. Mir ist kurz die Luft weggeblieben, als ich gelesen habe: &quot;die kämpfen doch eh nicht, ist doch nur Show&quot;. Bitte entschuldige, aber mein erster Gedanke war: oh, Gott, wie unfassbar naiv! Aber im zweiten Durchgang kann ich das als Gefühl irgendiwe nachvollziehen, und mehr ist es ja nicht, denn alle Daten und zum Beispiel die gültigen Beschlüsse des türkischen Parlaments zeigen das genaue Gegenteil.

Aber ichbhabe folgendes festgestellt: Wenn offnesichtlich kluge Menschen wie du das Gefühl haben, es gäbe in dieser Welt keine Bedrohung mehr, während gleichzeitig Territorium eines EU-Mitgliedslandes militärisch besetzt ist (in Zypern) und sich Soldaten gegenüberstehen wie dort, dann muss aus eurer Sicht sehr vieles keinen Sinn machen. 

Wenn Helmut Kohl sagt, sein Europa, also auch das Euro-Europa, sei ein Garant des Friedens, dann muss das für euch klingen wie eine Floskel. Und ich kann das verstehen, ich bin ja auch in der Sicherheit Deutschlands aufgewachsen, und lebe mit dem Grundoptimismus, dass am Ende alles gut wird. Aber ich war auch an der Grenze auf Zypern. Ich habe auch die Kampfjets über der Ägäis gesehen, immer wieder, und unabhängig davon, wer in solchen Konflikten recht hat, sind sie gefährlich. Und natürlich hat Kohl, den ich nicht mag, der aber Grosses für die europäische Einigung geleistet hat, recht. Frieden ist, anders als du es andeutest, keine Selbstverständlichkeit, und was du andeutest könnte falscher nicht sein.  Es ist, da gebe ich dir vollkommen recht, schade, das es so ist. Ich wünschte, wie wahrscheinlich fast alle Griechen und genau so viele Türken, ws wäre anders. Aber es ist naiv zu glauben, es wäre so weit, nur weil Deutschland so lange in Sicherheit war.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin Schmid: Vielen Dank für die Gedanken! Sie haben mir einiges deutlich gemacht, das mir überhaupt nicht bewusst war. Mir ist kurz die Luft weggeblieben, als ich gelesen habe: &#8220;die kämpfen doch eh nicht, ist doch nur Show&#8221;. Bitte entschuldige, aber mein erster Gedanke war: oh, Gott, wie unfassbar naiv! Aber im zweiten Durchgang kann ich das als Gefühl irgendiwe nachvollziehen, und mehr ist es ja nicht, denn alle Daten und zum Beispiel die gültigen Beschlüsse des türkischen Parlaments zeigen das genaue Gegenteil.</p>
<p>Aber ichbhabe folgendes festgestellt: Wenn offnesichtlich kluge Menschen wie du das Gefühl haben, es gäbe in dieser Welt keine Bedrohung mehr, während gleichzeitig Territorium eines EU-Mitgliedslandes militärisch besetzt ist (in Zypern) und sich Soldaten gegenüberstehen wie dort, dann muss aus eurer Sicht sehr vieles keinen Sinn machen. </p>
<p>Wenn Helmut Kohl sagt, sein Europa, also auch das Euro-Europa, sei ein Garant des Friedens, dann muss das für euch klingen wie eine Floskel. Und ich kann das verstehen, ich bin ja auch in der Sicherheit Deutschlands aufgewachsen, und lebe mit dem Grundoptimismus, dass am Ende alles gut wird. Aber ich war auch an der Grenze auf Zypern. Ich habe auch die Kampfjets über der Ägäis gesehen, immer wieder, und unabhängig davon, wer in solchen Konflikten recht hat, sind sie gefährlich. Und natürlich hat Kohl, den ich nicht mag, der aber Grosses für die europäische Einigung geleistet hat, recht. Frieden ist, anders als du es andeutest, keine Selbstverständlichkeit, und was du andeutest könnte falscher nicht sein.  Es ist, da gebe ich dir vollkommen recht, schade, das es so ist. Ich wünschte, wie wahrscheinlich fast alle Griechen und genau so viele Türken, ws wäre anders. Aber es ist naiv zu glauben, es wäre so weit, nur weil Deutschland so lange in Sicherheit war.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin Schmid</title>
		<link>http://pantelouris.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/comment-page-1/#comment-2226</link>
		<dc:creator>Martin Schmid</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 04:03:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=512#comment-2226</guid>
		<description>PS: Was die frühe Pensionierung von Angehörigen der Streitkräfte betrifft, die Ihrer Meinung nach so einen harten Job haben: Sehen Sie sich mal Sehen Sie sich mal den Demonstranten Christos Vassiloyannis an, der sieht nicht gerade aus, als müsse er jeden Tag durch den Schlamm robben.

http://www.youtube.com/watch?v=cn6GgoCB8Jg

MfG M.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>PS: Was die frühe Pensionierung von Angehörigen der Streitkräfte betrifft, die Ihrer Meinung nach so einen harten Job haben: Sehen Sie sich mal Sehen Sie sich mal den Demonstranten Christos Vassiloyannis an, der sieht nicht gerade aus, als müsse er jeden Tag durch den Schlamm robben.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=cn6GgoCB8Jg" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=cn6GgoCB8Jg</a></p>
<p>MfG M.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

