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	<title>Michalis Pantelouris &#187; Kundenkontakt</title>
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		<title>Die Worte. Der Ton.</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 16:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Gründe zum Heulen, wenn es um Griechenland geht. Ich habe gestern erst den ein paar Tage alten Abschiedsbrief eines Mannes von der Insel gelesen, von der die Familie meines Vaters stammt. Ohne Arbeit, ohne Rente, ohne Zukunft (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/02/29/die-worte-der-ton/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Gründe zum Heulen, wenn es um Griechenland geht. Ich habe gestern erst den ein paar Tage alten <a href="http://olympia.gr/2012/02/25/συγκλονιζει-η-τελευταια-παραγγελια-τ/">Abschiedsbrief </a>eines Mannes von der Insel gelesen, von der die Familie meines Vaters stammt.</p>
<blockquote><p>Ohne Arbeit, ohne Rente, ohne Zukunft für meine Kinder (unsere Kinder). […] Sie sind klein und ohne Vater. Ich habe die schönste Familie, aber mit meinen Fehlern habe ich sie zerstört. </p></blockquote>
<p>Dann setzte er sich in ein Boot, fuhr hinüber auf eine kleine, unbewohnte Insel und machte seinem Leben ein Ende. Die Kinder müssen seine Grundstücke als Erbe ausschlagen, weil sie sich die Steuern nicht leisten können. Was soll man sagen? </p>
<p>Niemand will, dass das passiert. Kein Mensch, auch keiner von denen, die der Meinung sind, es sollte keine weiteren &#8220;Rettungspakete&#8221; für Griechenland geben. Ich spreche oft und viel über diese Krise, mit Menschen, deren Solidarität mit Griechenland unerschöpflich ist genauso wie mit solchen, die glauben, &#8220;die Griechen&#8221; wären an allem selber schuld und die Krise praktisch die Strafe für ihre Sünden. Aber selbst die wollen nicht, dass Menschen Hunger leiden; dass sie ihre Kinder weggeben müssen, weil sie sie nicht mehr ernähren können; dass sie sich umbringen vor Scham, Angst und Not. Niemand will das.</p>
<p>Aber die Botschaften, die über so lange Zeit gesendet wurden – die Beleidigungen in Bild, Focus, und Stern, die Bundestags-Hinterbänkler, die sich auf Kosten der Griechen wie der Wahrheit zu &#8220;Finanzexperten&#8221; ihrer Parteien hinaufgespielt haben, bis hin zu den manchmal bizarr unreflektierten Aussagen von Regierungsmitgliedern (und das alles übrigens lange, lange Zeit bevor in Griechenland irgendein Demonstrant ein Hakenkreuz auf irgendetwas gemalt hat, es ist kein Wechselspiel, es hatte einen Anfang) – all diese Signale, das diplomatische Versagen, führt heute dazu, dass selbst echte Hilfe und echte Solidarität nicht ankommen. </p>
<p>Populisten in Griechenland bekommen heute Beifall für Sätze wie &#8220;Merkel ist es egal, wenn in Griechenland drei Millionen Rentner verhungern&#8221;. Und natürlich ist das unangemessen und infam, und das muss ich auch als Verteidiger Griechenlands feststellen. Aber schlimmer ist, dass selbst vernünftige Vorschläge wie eine <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,818380,00.html">deutsche Hilfe beim Aufbau einer funktionierenden Steuerverwaltung</a> allein deshalb auf Widerstand stoßen, weil sie bedeuten würden, dass deutsche Beamte in Griechenland Dienst tun würden – als Berater selbstverständlich, aber eben als deutsche Beamte.</p>
<p>In Deutschland ständen 160 Beamte bereit, die freiwillig beim Aufbau in Griechenland helfen wollen. In Griechenland protestiert dagegen die Gewerkschaft der Steuerbeamten. Aus ihrer Sicht sicher zu recht, denn ihren Mitgliedern drohen Lohneinbußen (sie verdienen heute sehr gut) und Jobverlust, sie müssen sich deutlich fortbilden und einige, wenn nicht viele von ihnen, verlieren Geld, das sie noch irgendwie nebenbei machen, durch Korruption oder dadurch, dass sie schwarz nebenbei Leuten die Steuererklärung machen. Diese Reform ist sicher schwieriger als die bereits weit und auch erfolgreich umgesetzten z.B. bei Rente und Arbeitsmarkt, aber ohne jeden Zweifel ist sie notwendig. Sie ist ein wichtiger Teil des Weges zu einem neuen Griechenland. Und jede Hilfe sollte willkommen sein.</p>
<p>Wie schön wäre es, wenn die deutsche Solidarität in Griechenland glaubwürdig wäre. Wenn man den Worten glaubt, dann will die deutsche Regierung genau das, was die Demonstranten vor dem griechischen Parlament auch wollen: einen funktionierenden, transparenten, tragfähigen Staat. Deutschland könnte hier auf der richtigen Seite stehen. Aber in der Mischung aus BILD und Frank Schäffler, in der allgemeinen Hetzkampagne ist nicht nur die Fähigkeit verloren gegangen, Richtiges und Falsches, Wichtiges und Nichtiges zu unterscheiden, sondern überhaupt die Fähigkeit, so zu reden, dass man verstanden werden kann. </p>
<p>&#8220;Greek statistics &#038; german diplomacy&#8221;, griechische Statistiken und deutsche Diplomatie sind zwei geflügelte Worte in der EU-Kommission in Brüssel. Beides gibt es nach Meinung der Diplomaten dort eigentlich nicht. Wenn sie zusammentreffen, muss das in der Katastrophe enden. </p>
<blockquote><p>Ohne Zukunft für meine Kinder (unsere Kinder).</p></blockquote>
<p>Wie gesagt, keiner in Deutschland will das. Ich glaube, es würde einen gewaltigen Unterschied bedeuten, wenn Deutschland auch noch einen Weg fände, das so zu sagen, dass es verstanden werden kann.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1098&amp;md5=7de747ffe8d2d71e2baef01a65e3afcf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die will das doch!</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 17:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob Angela Merkel John Lennon mag. In jedem Fall hat sie einiges mit ihm gemeinsam. In einem Interview (in diesem Youtube-Video etwa ab Minute 2:20) erklärt er seine Strategie, die angeblich auf einem alten chinesischen Buch über (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/02/20/die-will-das-doch/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, ob Angela Merkel John Lennon mag. In jedem Fall hat sie einiges mit ihm gemeinsam. In einem Interview (in <a href="http://youtu.be/vND53ZrQD9M">diesem Youtube-Video</a> etwa ab Minute 2:20) erklärt er seine Strategie, die angeblich auf einem alten chinesischen Buch über Kriegführung basiert*.</p>
<blockquote><p>Der Krieg wird immer innerhalb der Burg verloren […]. Deshalb schließt man nie alle Tore. Man lässt ein Tor offen. So weiß man, wo der Feind hereinkommt – und kriegt ihn dort.</p></blockquote>
<p>Lennon erklärt so seine Taktiken wie &#8220;lange Haare, Genitalien&#8221; und ähnliches Zeug. Gib dem Feind einen Punkt zum angreifen und mach in der Zwischenzeit weiter mit dem, was wirklich wichtig ist.</p>
<p>Ich glaube, man kann mit der gleichen Taktik erklären, warum Joachim Gauck unser Bundespräsident wird. Es ist pure und (leider) brillante Taktik der Kanzlerin.</p>
<p>Die FDP habe Merkel erpresst und Joachim Gauck als Nun-doch-noch-Bundespräsident wäre die erste große Niederlage von Angela Merkel, ihre <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816392,00.html">&#8220;größte Schmach&#8221;</a> gar – so in etwa liest sich die Presse zum Thema des Tages. Ich möchte dem respektvoll widersprechen.</p>
<p>Angela Merkel muss seit Wochen gewusst haben, spätestens seit der unseligen Mailbox-Affäre, dass ein Rücktritt Christian Wulffs möglich oder gar wahrscheinlich ist. Es wäre bizarr anzunehmen, sie hätte nie einen Gedanken daran verschwendet, dass sie danach einen neuen Kandidaten braucht.</p>
<p>Wenn wir uns das Ergebnis ansehen, stellen wir fest: Das Kandidatenproblem ist schnell abgeräumt worden. Es ist zur Zufriedenheit einer übergroßen Mehrheit im Land gelöst. Und es wirkt, als hätte die FDP sich zum ersten Mal seit Jahren in einem Punkt durchgesetzt, bei dem sie den größten Teil der Bevölkerung hinter sich hat. Alles das zum Preis einer Entscheidung, bei der Merkel sich nur vorwerfen lassen muss, sie wäre spät &#8220;zur Vernunft gekommen&#8221;, sie hätte erst später als andere erkannt, was richtig ist – also genau das, was sie am Beispiel Atom und am Beispiel Mindestlohn durchexerziert hat, ohne dass es ihren Popularitätswerten irgendwie geschadet hätte. Es hat ihr, im Gegenteil, wahrscheinlich eher genutzt, dass sie nicht als beratungsresistent gelten kann.</p>
<p>Und ich soll tatsächlich glauben, sie hätte das nicht so geplant? Pah! Sie hat einen Präsidenten, der ihrem Lager in Wahrheit näher steht als dem rot-grünen. Sie hat der FDP ein politisches Konjunkturpaket geschenkt, denn es sind noch zwei Jahre hin bis zur Wahl, also noch viel zu früh um diese Partei endgültig abzuschreiben – selbst wenn im Moment weder ein Weg noch das Personal erkennbar sind, mit dem diese sich berappen soll. Und Merkel wird am Ende wahrgenommen werden als eine, die sich nicht aus egoistischen Gründen der vernünftigen Lösung in den Weg gestellt hat. Sie hat ein Tor geöffnet für Häme, aber sie hat die Lage trotzdem unter Kontrolle behalten. Das war nicht selbstverständlich nach dem Wulff-Debakel.</p>
<p><em>*Ich war mir sicher, es ist &#8220;Die Kunst des Krieges&#8221; von Sun Tzu, aber ich finde das Zitat da nicht. Vielleicht hat Lennon es auch einfach erfunden.</em></p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1095&amp;md5=76501de20f68a159857094fc987ce780" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>SPIEGEL-ONLINE stellt Griechen Katastrophen-Überschrift aus</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 11:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind so]]></category>

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		<description><![CDATA[Die so genannte Troika scheint – als letzte, aber immerhin – zu bemerken, dass ihr Programm für Griechenland nicht funktioniert – also das festzustellen, was außer ihr längst alle wissen (als Beispiel ein Wirtschaftsweiser vor mehr als einem halben Jahr). Das (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/02/17/spiegel-online-stellt-griechen-katastrophen-uberschrift-aus/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die so genannte Troika scheint – als letzte, aber immerhin – zu bemerken, dass ihr Programm für Griechenland nicht funktioniert – also das festzustellen, was außer ihr längst alle wissen <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/interview-mit-peter-bofinger-die-griechen-haben-genug-gespart-1.1110630">(als Beispiel ein Wirtschaftsweiser vor mehr als einem halben Jahr)</a>. Das steht nun auch im Bericht des IWF: Mit diesen Programmen sind die &#8220;Sparziele&#8221; nicht zu erreichen, weil sie zum Beispiel die Konjunktur völlig falsch prognostiziert haben (-5,5% statt real -12%).</p>
<p>Unter welcher Überschrift schreibt man das zusammen, wenn man möchte, dass die Schuld am Verfehlen der Sparziele als &#8220;mangelnder Sparwille&#8221; der irgendwie schülerhaft verantwortungslosen Griechen missverstanden wird, SPIEGEL ONLINE? Genau!</p>
<blockquote><p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,815874,00.html">Troika stellt Griechen Katastrophen-Zeugnis aus</a>
</p></blockquote>
<p>Dabei stellt die Troika dabei sich selbst ein Katastrophen-Zeugnis aus.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1092&amp;md5=7f353f0601c8a37edbb4f004b9ddbb68" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich krieg die (Rechnung für die) Krise</title>
		<link>http://pantelouris.de/2012/01/30/ich-krieg-die-rechnung-fur-die-krise/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind so]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Prinzip ist die Vorstellung nur folgerichtig, dass Griechenland unter die Aufsicht verantwortungsbewussterer Völker gestellt werden sollte – jedenfalls dann, wenn man die Berichterstattung zum Thema glauben wollte. Und Angela Merkel hat sich sehenden Auges in die Situation gebracht, dass (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/01/30/ich-krieg-die-rechnung-fur-die-krise/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prinzip ist die Vorstellung nur folgerichtig, dass Griechenland <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812226,00.html">unter die Aufsicht verantwortungsbewussterer Völker</a> gestellt werden sollte – jedenfalls dann, wenn man die Berichterstattung zum Thema glauben wollte. Und Angela Merkel hat sich sehenden Auges in die Situation gebracht, dass sie ihrem Wahlvolk eine Politik verkaufen muss, die mit der Realität wenig gemein hat, weil sie bis heute die Aufgabe scheut, die Probleme der Euro-Zone richtig zu erklären. Das hat absurde Folgen: Weil die wahren Hintergründe – die Konstruktionsfehler des Euro – nicht erklärt wurden, kann die wahre Krise auch nicht bekämpft werden, und gleichzeitig müssen die Staatschefs, die sich zu immer neuen Gipfeln treffen, jedesmal vorspielen, sie glaubten tatsächlich an die erreichten Kompromisse, bis sie ein paar Tage später wieder zerrieben sind.</p>
<p>Dabei sprechen die Fachleute die Wahrheit ganz gelassen aus. In der <em>FAZ</em> <a href="http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/goldman-sachs-chefvolkswirt-hatzius-jeder-will-gerade-eine-schwache-waehrung-haben-11612846.html">antwortet der Chefvolkswirt von Goldman Sachs Jan Hatzius</a> trocken auf die Frage:</p>
<blockquote><p>Was haben wir aus Ihrer Sicht für eine Krise?</p>
<p>Eine der Zahlungsbilanz, die wesentlich aus dem Aufbau privater Schulden resultierte und die über private Kapitalzuflüsse in die Euro-Peripherie finanziert wurde.</p></blockquote>
<p>Denn das ist der Kern. In einer Währungsunion mit großen Produktivitätsunterschieden, wo beispielsweise Deutschland bei 125 des Mittelwertes liegt und Griechenland bei 85 Prozent – und das sind noch nicht einmal die extremsten Werte nach oben und unten – verschieben sich die Leistungsbilanzen. Das Geld, das aus den weniger produktiven ab- und in die produktiveren fließt muss irgendwo hin, und wie wir wissen ist es zum Beispiel in Deutschland nicht in Löhne geflossen, sondern als Investition wieder zurück in die europäische Peripherie – in Immobilien in Spanien oder in griechische Staatsanleihen. In Finanzprodukte. Hans-Werner Sinn, der mich so sehr nervt, dass ich gerade keine Lust habe das genaue Zitat rauszusuchen, nennt das sinngemäß &#8220;Porsche Cayenne gegen Schuldverschreibungen verkaufen&#8221; – und es funktioniert nur, weil die Institute, die all diese &#8220;Finanzprodukte&#8221; verkaufen, das Risiko auf die Steuerzahler abwälzen. Die Arbeitnehmer bezahlen, wenn etwas schiefgeht, im Moment in Spanien, Griechenland, Irland und Portugal, aber spätestens mit der unausweichlichen griechischen Umschuldung auch in Deutschland. Die Politik baut Rettungspakete für die Banken, während die griechischen Staatsschulden trotz aller so genannten &#8220;Hilfen&#8221; nur weiter steigen. Wenn diese Krise durch Staatsverschuldung ausgelöst wäre, müsste Spanien besser dastehen als Deutschland, weil der spanische Staat besser gewirtschaftet hat als der deutsche. Aber darum geht es eben nicht. Deshalb ist die Krise auch durch Konsolidierung nicht zu lösen (unbenommen der Tatsache, dass im griechischen Staatswesen sehr viel schief gelaufen ist und noch läuft, aber das ist eben ein anderes Problem).</p>
<p>Die bizarre Leistung der Kanzlerin ist, dass sie es geschafft hat zu verschweigen, dass die Grenzen dabei nicht zwischen Ländern verlaufen, wie es in der Diskussion um &#8220;die Griechen&#8221; (aber letztlich genauso um Spanien und Italien) glauben macht. Sie verlaufen zwischen oben und unten, zwischen Zinszahlern und Zinsempfängern – und die Nationalstaaten samt ihrer Regierungen sind vor allem willfährige Helfer beim Sichern der Gewinne.</p>
<p>An der Fehlkonstruktion des Euro ändert all das nichts. Kein Rettungspaket macht auch nur kleine Schritte in die richtige Richtung. Aber um die Illusion aufrecht zu erhalten, werden Sparpakete installiert, die dazu führen, dass mitten in Europa Menschen ohne Heizung der Winterkälte trotzen müssen, weil das Heizöl so teuer geworden ist. Es ist eine Schande. Und ein &#8220;Sparkommissar&#8221; ist das letzte, was es in dieser Situation noch  braucht.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1076&amp;md5=d58ed4090b765a0850e00aeefb4f7c60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Reconstructing Heveling</title>
		<link>http://pantelouris.de/2012/01/30/reconstructing-heveling/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 17:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wirklich schwierig zu entscheiden, welcher Abschnitt des irrenfulminanten Textes des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling im Handelsblatt zu Geistigem Eigentum Urheberrecht Irgendwas mit Internet am schönsten ist. Aber ich entscheide mich für das hier: Welche Hybris! Lasst euch gesagt sein: (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/01/30/reconstructing-heveling/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich schwierig zu entscheiden, welcher Abschnitt des <del datetime="2012-01-30T17:10:49+00:00">irren</del>fulminanten <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html">Textes des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling</a> im <em>Handelsblatt</em> zu <del datetime="2012-01-30T17:10:49+00:00">Geistigem Eigentum Urheberrecht</del> Irgendwas mit Internet am schönsten ist. Aber ich entscheide mich für das hier:</p>
<blockquote><p> Welche Hybris! Lasst euch gesagt sein: Das Wissen und vor allem die Weisheit der Welt liegen immer noch in den Köpfen der Menschen. Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!</p></blockquote>
<p>Ich liebe zunächst das Aufgeregte. Der Autor ruft, er klagt, er prangert an! Er wechselt außerdem mittendrin den Empfänger seiner Botschaft, von &#8220;den Googles und Wikimedias&#8221; zu den Bürgern. Also, dem Bürger, woran mir besonders gefällt, dass &#8220;der Bürger&#8221; in der Einzahl abgegrenzt wird von &#8220;den Köpfen der Menschen&#8221; in der Mehrzahl, die voller Weisheit sind, was folgerichtig dazu führt, dass der Bürger offensichtlich die Weisheit nicht im Kopf hat sondern aus einem Buch zitieren muss, eigentlich sogar scheißegal welchem, so lange es gebunden ist und nicht aus dem Kindle-Store. </p>
<p>Aber wenn man diese Barrikade fände, könnte man dann nicht vielleicht auch aus dem <em>Handelsblatt</em> zitieren?</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1073&amp;md5=92700e9fd338c8348176ccf687700310" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kai Diekmann beschimpfen</title>
		<link>http://pantelouris.de/2012/01/02/kai-diekmann-beschimpfen/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 13:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind so]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Impuls, den Chefredakteur der Bild-Zeitung telefonisch zu beschimpfen kann man schwerlich jemandem übelnehmen. Und grundsätzlich müssen Journalisten bereit sein, Kritik an ihrer Arbeit zu ertragen, selbst wenn sie nicht ganz sachlich vorgetragen wird – und sei es nur deswegen, (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/01/02/kai-diekmann-beschimpfen/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Impuls, den Chefredakteur der <em>Bild</em>-Zeitung <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/erklaerung-des-bundespraesidenten-ueber-telefonate-gibt-der-praesident-keine-auskunft-11587828.html">telefonisch zu beschimpfen</a> kann man schwerlich jemandem übelnehmen. Und grundsätzlich müssen Journalisten bereit sein, Kritik an ihrer Arbeit zu ertragen, selbst wenn sie nicht ganz sachlich vorgetragen wird – und sei es nur deswegen, weil Journalisten auch davon leben, selbst Kritik in allen möglichen Formen vorzutragen. Dass allerdings der Bundespräsident auf die Idee kommt, einem Journalisten zu drohen, gleich die Verbindungen zu dem gesamten Verlag abzubrechen, ist in einer Größenordnung dämlich, die an seiner Eignung zweifeln lässt. Hat er wirklich geglaubt, das käme niemals heraus? Selbst wenn Diekmann es nicht so herumerzählt hätte, dass es nun in allen Zeitungen steht (und ich gehe davon aus, dass anders eine Nachricht auf seiner Mailbox nicht öffentlich werden konnte, oder ist das naiv, Rupert Murdoch?), hätte sich doch mit Sicherheit zumindest in der Branche herumgesprochen, was für ein schlechtes Gewissen Wulff in Bezug auf seinen Hauskredit offensichtlich hat. Vielleicht ist Erpressbarkeit ein zu großes Wort für den Zustand, der dann eingetreten wäre, aber wäre es diesem Bundespräsidenten tatsächlich lieber gewesen, ausschließlich ein paar ausgewählte Bild-Mitarbeiter wüssten um diese Schwachstelle in seiner Kreditbiografie? Das macht mir noch mehr Angst als die kleinen, streng riechenden Details die da Tag um Tag ans Licht kommen. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Klasse">Nach Helmut Schmidt</a> zählen sich auch Journalisten zur Politischen Klasse, und Wulff mochte offenbar genug darauf vertrauen, dass die kleinen Sauereien innerhalb dieser Klasse möglicherweise zur Verhandlungsmasse werden können, wenn man darüber redet, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-in-not-wulff-drohte-mit-strafanzeige-gegen-bild-journalisten-1.1248384">wie &#8220;ein Krieg ablaufen soll&#8221;</a>, dass sie aber trotzdem dem gemeinen Volk gegenüber geheim bleiben können. Angesichts der langen, erfolgreichen Karriere, die Wulff als Politiker gemacht hat, dürfte er da aus Erfahrung sprechen. Und wenn dem so ist muss die Frage erlaubt sein, wie denn aus dieser Klasse überhaupt ein Bundespräsident hervorgehen will, dem die Bevölkerung dann geradezu naives Vertrauen entgegenbringen soll. </p>
<p>Der Schritt von Wulff, Journalisten einen Deal anzubieten (nämlich den, weiter mit ihnen zusammenzuarbeiten, wenn sie eine Geschichte unterdrücken) ist nur ein weiterer Tropfen Gift in diesem Endlager voller strahlender Fässer. Aber wenn der oberste Repräsentant unseres Staatswesens in seiner für politische Positionen einzigartigen Unangreifbarkeit nicht in der Lage ist, seine Taten seinen wohlklingenden Reden anzupassen, welcher Politiker soll es dann sein?</p>
<p>Allerdings nähme ich das alles hier zurück, wenn sich herausstellte, dass Christian Wulff seit Jahren jeden Tag Kai Diekmann am Telefon wegen praktisch aller <em>Bild</em>-Geschichten beschimpft, und es nur zufällig an diesem einen Tag einmal um seine eigene ging. Es ist ja auch nicht alles juristisch rechtens, was richtig ist.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1066&amp;md5=fff015d34a2c76a2bc3be2f0f39fbff9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Fall Köhler</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 12:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist sicher eine interessante Zeit, um Horst Köhler zu sein: Sein Nachfolger als Bundespräsident ist wegen seiner Kleingeistigkeit unter Beschuss, die es ihm offensichtlich nicht erlaubt hat, zu gegebener Zeit dazu zu stehen, dass er sich nach seiner Scheidung (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2012/01/02/der-fall-kohler/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist sicher eine interessante Zeit, um Horst Köhler zu sein: Sein Nachfolger als Bundespräsident ist wegen seiner Kleingeistigkeit unter Beschuss, die es ihm offensichtlich nicht erlaubt hat, zu gegebener Zeit dazu zu stehen, dass er sich nach seiner Scheidung aus eigener Kraft kein Walmdachhaus leisten konnte. Und sein, Köhlers, eigener Rücktrittsgrund erhält plötzlich neue Aktualität dadurch, dass die von ihm in einem Nebensatz geäußerte und danach heftig kritisierte Feststellung, die Bundeswehr müsse gegebenenfalls auch ökonomische Interessen Deutschlands verteidigen, möglicherweise dem Realitätscheck unterzogen wird. Denn sollte der Iran tatsächlich <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,806630,00.html">die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr schließen,</a> können wir uns nur noch entscheiden zwischen der Möglichkeit, unseren Ölverbrauch schlagartig so weit zu senken, dass weite Teile der Wirtschaft zusammenbrechen, oder eben mit Waffengewalt (der Bundeswehr oder stellvertretend anderer Armeen) den Handelsweg freizuschießen, was exakt das Szenario ist, auf das Köhler damals hingewiesen hat – und für dass er als Verfassungsbrecher und <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehreinsaetze-koehler-wirtschaftsinteressen-militaerisch-durchsetzen-1.950594">Möchtegern-Imperialist angegriffen</a> wurde. </p>
<p>Köhler hat recht behalten. Sein Rücktritt war trotzdem falsch. Aber das wird er sich angesichts seines Nachfolgers wohl selbst am meisten vorwerfen.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1063&amp;md5=621cccfcfd37d64ef108fadf877124cf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Teuer</title>
		<link>http://pantelouris.de/2011/11/24/teuer/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 15:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bild.de zitiert heute den deutschen EU-Task-Force-Leiter Horst Reichenbach (am Ende eines gewohnt einseitigen Artikels, in dem ein Verbrecher zum &#8220;Sinnbild der Krise&#8221; erklärt wird – quasi als anekdotische Evidenz dafür, dass Bild alles mit anekdotischer Evidenz belegt): Die Rettungsversuche für (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2011/11/24/teuer/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bild.de</em> <a href="http://www.bild.de/politik/ausland/griechenland-krise/makis-psomiadis-griechenlands-groesster-gauner-21180150.bild.html">zitiert heute</a> den deutschen EU-Task-Force-Leiter Horst Reichenbach (am Ende eines gewohnt einseitigen Artikels, in dem ein Verbrecher zum &#8220;Sinnbild der Krise&#8221; erklärt wird – quasi als anekdotische Evidenz dafür, dass <em>Bild</em> alles mit anekdotischer Evidenz belegt):</p>
<blockquote><p>Die Rettungsversuche für Griechenland kamen nach Reichenbachs Aussagen zu zögerlich: „Aus heutiger Sicht ist klar, dass die Hilfe nicht so massiv und schnell bereitgestellt wurde, wie es vielleicht objektiv notwendig gewesen wäre.“ Die Fehler seien fehlender Erfahrung geschuldet: „Für diese Situation hatte ja niemand ein Patentrezept in der Tasche.&#8221; Nun rächten sich die Fehler mit höheren Kosten: „Spätes Handeln ist kostspieliger als frühes Handeln“, sagte Reichenbach. “</p></blockquote>
<p>Reichenbach hat sicher recht, nur dass mit dem fehlenden Patentrezept stimmt so nicht. Eine Stimme <a href="http://www.bild.de/politik/wirtschaft/griechenland/keine-hilfe-fuer-griechen-11706824.bild.html">wusste ja schon im März des letzten Jahres, was zu tun ist</a> – und hat damit die deutsche Politik so lange vor sich hergetrieben, bis die Katastrophe um ein Vielfaches größer war als nötig.</p>
<p><a href="http://print-wuergt.de/2011/11/24/teuer/bildschirmfoto-2011-11-24-um-16-37-43/" rel="attachment wp-att-1040"><img src="http://print-wuergt.de/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-11-24-um-16.37.43.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2011-11-24 um 16.37.43" width="468" height="112" class="aligncenter size-full wp-image-1040" /></a></p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1039&amp;md5=cf692af6d87dc824d0a7bfb7428a76f8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ronzheimer</title>
		<link>http://pantelouris.de/2011/11/16/ronzheimer/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 16:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss aufpassen, dass man nicht anfängt, sich sinnlos über Dinge aufzuregen, die es nicht wert sind. Paul Ronzheimer ist es aus meiner Sicht erstens nicht wert, und zweitens kann ich zu dem Nachwuchs-Reporter der Bild ohnehin wenig beitragen, das (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2011/11/16/ronzheimer/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss aufpassen, dass man nicht anfängt, sich sinnlos über Dinge aufzuregen, die es nicht wert sind. Paul Ronzheimer ist es aus meiner Sicht erstens nicht wert, und zweitens kann ich zu dem Nachwuchs-Reporter der <em>Bild</em> ohnehin wenig beitragen, das Lukas Heinser nicht <a href="http://www.coffeeandtv.de/2011/06/22/jugend-hetzt/">längst treffender geschrieben</a> hat. </p>
<p>Aber amüsieren darf man sich: Heute <a href="http://www.bild.de/politik/ausland/griechenland-krise/so-denken-die-pleite-griechen-ueber-bild-21035570.bild.html">schreibt Ronzheimer über den Zuspruch,</a> den er – also <em>Bild</em> – erhalten hat, nachdem er in einer griechischen Talkshow aufgetreten ist. </p>
<p>Natürlich basiert das auf einem Trick. In der Talk-Show hat Ronzheimer getan, was er sonst nicht tut: Er hat unterschieden zwischen der griechischen Bevölkerung und der griechischen Politik – und dass es in Griechenland Applaus für Kritik an der Regierung gibt dürfte nicht überraschen. Die Dreistigkeit Ronzheimers und der <em>Bild</em>, das als grundsätzliche Zustimmung der „Pleite-Griechen“ zur <em>Bild</em>-Berichterstattung zu erklären, überrascht allerdings auch nicht.</p>
<p>Michael Spreng, ehemaliger Chefredakteur der <em>BamS</em>, <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3398">benannte die <em>Bild</em>-Kampagne gegen Griechenland schon früh</a> als an der Grenze zur Volksverhetzung. Ich stimme dem zu, bin mir allerdings nicht sicher, auf welcher Seite der Grenze dort agiert wurde.</p>
<p>Dass Ronzheimer sich ins griechische Fernsehen setzt und (das ist sogar in dem Video-Beitrag bei bild.de zu sehen und zu hören) behauptet, die Wahrnehmung von Griechen durch Deutsche hätte sich durch die <em>Bild</em>-Berichterstattung nicht geändert, zeigt nicht nur, dass er ein für einen Journalisten disqualifizierendes Desinteresse an der Realität hat. Es zeigt auch, dass er der <em>Bild</em> nicht zutraut, mit den von ihm selbst verfassten Artikeln (nehmen wir einfach mal <a href="http://www.bild.de/politik/wirtschaft/pleite/machen-weiter-wie-bisher-von-krise-keine-spur-12327120.bild.html">dieses Beispiel</a>, es gäbe unzählige) irgendeinen Einfluss zu haben. Und es zeigt, dass er selbst <em>Bild</em> nicht liest, denn <a href="http://www.bild.de/politik/wirtschaft/finanzstrategie-sparen/noch-nichts-gelernt-streik-wutwelle-der-bild-de-leser-12342820.bild.html">die Leser reagieren recht offensiv</a> auf die Hetze. </p>
<p>Vielleicht ist das das einzig Gute, was man über ihn sagen kann: Wenigstens liest er die <em>Bild</em> nicht. Aber viel ist auch das nicht.</p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1023&amp;md5=25a8b8e3993e432ad35a2e5d509b78cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bleibt alles anders</title>
		<link>http://pantelouris.de/2011/11/03/bleibt-alles-anders/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 19:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenkontakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist das Referendum wieder abgesagt. Es waren ziemlich irre Tage in Athen, und ich habe ja meine persönliche Präferenz ziemlich deutlich gemacht: Ich hätte es richtig, wichtig und gut gefunden, wenn endlich die einmal hätten abstimmen dürfen, die die (&#8230;)</p><p><a href="http://pantelouris.de/2011/11/03/bleibt-alles-anders/">Read the rest of this entry &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist das Referendum wieder abgesagt. Es waren ziemlich irre Tage in Athen, und ich habe ja meine persönliche Präferenz ziemlich deutlich gemacht: Ich hätte es richtig, wichtig und gut gefunden, wenn endlich die einmal hätten abstimmen dürfen, die die Last tatsächlich tragen. Denn bisher haben unter anderem wir deutschen Steuerzahler zwar großzügig gebürgt und geliehen, tatsächlich bezahlt haben aber bis zu diesem Moment nur die griechischen Arbeitnehmer – darunter auch hunderte Millionen Euro an Deutschland –, und das bitterlich. Die Bevölkerung verarmt, während es den Reichen, den Banken und jenen in der politischen Elite, die das Chaos angerichtet haben, nicht wirklich schlechter geht.</p>
<p>Verblüffend bei dieser an Verblüffungen reichen Woche bleibt allerdings das Ergebnis: Offenbar wird es in Athen eine Regierung der nationalen Einheit geben, die das Rettungspaket ratifizieren und dann Neuwahlen ausrichten wird. Während vor einer Woche noch ein Ministerpräsident mit einer wackligen, dünnen Mehrheit einer vollständig und schändlich blockierenden Opposition gegenüberstand und das Volk vor dem Parlament demonstrierte, ist das Land plötzlich tatsächlich einen Schritt weiter in Richtung Neuanfang. Papandreou hat einen Gordischen Knoten durchschlagen – und wenn er dieses Ergebnis vorausgesehen hat, dann ist er das größte politische Talent der Gegenwart. Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen, ich glaube eher, dass er in einem Moment tiefer Verzweiflung die entscheidende Auseinandersetzung gesucht hat, ohne wirklich ein Ergebnis im Blick zu haben. Aber unabhängig davon glaube ich, es braucht einen Arsch in der Hose, um das zu tun. Mut beweist man ja nicht dadurch, dass man etwas anfängt, von dem man sicher weiß, wie es ausgeht.</p>
<p>Es sind aus meiner Sicht zwei Dinge, die ein Volk braucht, um eine Krise durchzustehen: Einheit und eine Aussicht auf das Ziel. Beides war in Griechenland zu Beginn dieser Krise vorhanden, als es erstens hieß &#8220;wenigstens trifft es diesmal alle&#8221; und das Ausmaß der durch die Sparvorgaben verschärften Rezession noch nicht absehbar war. Mit einer Regierung der Einheit, Neuwahlen (die ja nicht weniger wert sind als ein Referendum) und einem endlich zumindest halbwegs entschlossen agierenden EU-Europa könnte hier ein echter Schritt getan sein, ein erster nach langer Zeit, und es ist dem Ministerpräsidenten zu verdanken, dass er die Opposition in die Verantwortung gezwungen und die Konsequenzen der zur Verfügung stehenden Optionen spürbar gemacht hat.</p>
<p>Es gibt keinen Weg, Griechenland zu verstehen, ohne zuerst zu lernen, dass in diesem Land schon immer alles erkämpft werden musste. Der offizielle Wahlspruch der Republik Griechenland ist &#8220;Freiheit oder Tod&#8221;. Vielen Griechen, die ja in der allergrößten Mehrheit so wenig Schuld an der Krise tragen wie ich als deutscher Steuerzahler an den Zuständen bei der Hypo Real Estate, kommt das fesselnde Spardiktat der Troika vor wie eine Besatzung – als Verlust der Freiheit. In seinem erratisch wirkenden Ausbruch hat Papandreou, ob nun bewusst oder nicht, zumindest einmal den schon halb erschlafften Muskel der Freiheit angespannt und gezeigt, dass es eine Wahl gibt. Vielleicht nur eine noch schlechtere, aber es gibt sie. Ich mag das immer noch. </p>
 <p><a href="http://pantelouris.de/?flattrss_redirect&amp;id=1017&amp;md5=f37c7949967a3a0082d2674d500ee97a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://pantelouris.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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